Galerie

BEATE LUDWIG

Freischaffende Künstlerin / Kunstdozentin

GALERIE

Performative Inszenierungen ab 2018

 

Meine interaktiven Arbeiten haben sich inzwischen zu kommunikativen Trainingsgeräten entwickelt. Die Titel sind zu Gebrauchsanweisungen geworden. Das mentale Training funktioniert statt mit Muskelkraft durch Humor, Poesie, innere Vorstellung  und durch Wahrnehmung und Bewegen der Objekte. 

“Mit Giacomettis Hühnern den Frühstand proben“. Die an Hühnerbeine erinnernden Objekte aus gepolstertem Wachstuch können durch Drähte im Inneren  gebogen werden. Da diese aber sehr weich sind, ist ein aufrechter Stand der „Beine“ nicht leicht zu bewerkstelligen. Die Gebrauchsanweisung lautet:

Viel Freude und Erfolg beim Proben des Frühstands, der nicht immer sofort gelingt; – nach dem Fallen, einfach wieder aufstehn und weiterproben!

Bei der letzten Ausstellung endete das Training mit einer Verzweiflungstat der Besucher im Chaos: Die Hühnerbeine schienen übereinander hergefallen zu sein.

Überlebenstraining in winterlichen Zeiten ist das Thema der Installation: Guard your garden, mit ihren gepolsterten Objekten aus Wetterschutzfolie.“ Auf den aprikotfarbenen Karten, die in der Mitte auf einem Haufen liegen, stehen die „Anleitungen“ zu den einzelnen  Objekten: Den Vogelkäfig lüften und selber singen; Grasschaukeln mit Herta Müller; Den Edenblick wagen; Nachts mit den Mäusen fledern; Die Liegestützen in Stellung bringen; Den Froschkönig beatmen; Aprikosenblüten hüten; Rettung versunkener Unken; Ein- und Ausfaltern.

Die Zuordnung ist bewusst offengehalten; es können auch neue Titel von den Besuchern erfunden und auf die leeren Karten geschrieben werden.

Interaktive Kommunikationsobjekte

2015-2017

 

Ab 2015 entstehen erste interaktiven Kommunikationsobjekte, die mit ihren vielschichtigen, assoziativen Titeln zum Spielen einladen. Alle Objekte besitzen Griffe, Schlaufen Henkel, dürfen von den Ausstellungsbesuchern angefasst, bewegt, umhergetragen, oder anprobiert werden.

So sind die Figuren meiner früheren Arbeiten nicht verschwunden, sondern  durch Menschen ersetzt worden, die in der Interaktion mit den Objekten selber Teil der Arbeit werden.              

Mit meinen Objekten möchte ich eine lebendige und wohlwollende Kommunikation mit uns selbst und allem was uns uns umgibt anregen

Kommunikationsobjekte 2010- 2015

 

Ab 2010 arbeite ich nicht mehr figürlich und greife die eher abstrakten Formen meiner Studienzeit wieder auf. Ich beschäftige ich mich intensiv mit den Themen Kommunikation und Wahrnehmung. Erste Kommunikationsobjekte entstehen; - aus zerschnittenen Plastiktüten gehäkelte Hängeobjekte, z.B. „Hörhüte“. Die Formen erinnern an Pilze, Korallen, aber auch an rituelle Gegenstände. Das Kunststoffmaterial wird nicht nur recycelt, sondern gleichzeitig transformiert und löst sich in seiner neuen Gestalt von der kommerziellen, schnelllebigen Warenwelt; - es verweist den Menschen auf sein Bedürfnis nach Nachhaltigkeit und echter Kommunikation mit sich selbst und allem was ihn umgibt.

 

Die Serie „Ein Stein träumt sich“ von 2014, in der gehäkelte Objekte mit gefundenen Steinen kombiniert werden, ist

der humorvolle und poetische Beweis, dass Steine lebendige Wesen mit kommunikativen Fähigkeiten sind.

Größere figürliche Arbeiten und Stoffbilder

2007- 2010

 

Die Formen, der Figuren ab 2007  werden einfacher und ruhiger, die Oberflächen geschlossener, so dass die Individualität der Figuren zurück tritt. Es kommen nun auch  größere Figuren hinzu. Aus  Stoffcollagen entwickeln sich genähte und gepolsterte Bilder die plastischen Objektcharakter besitzen.

Figürliche Arbeiten 

1997 - 2010

 

Ab 2015 entstehen erste interaktiven Kommunikationsobjekte, die mit ihren vielschichtigen, assoziativen Titeln zum Spielen einladen. Alle Objekte besitzen Griffe, Schlaufen Henkel, dürfen von den Ausstellungsbesuchern angefasst, bewegt, umhergetragen, oder anprobiert werden.

So sind die Figuren meiner früheren Arbeiten nicht verschwunden, sondern  durch Menschen ersetzt worden, die in der Interaktion mit den Objekten selber Teil der Arbeit werden.              

Mit meinen Objekten möchte ich eine lebendige und wohlwollende Kommunikation mit uns selbst und allem was uns uns umgibt anregen.